In Norwegen waren fast die Hälfte der Neuanmeldungen im Jahr 2018 Plug-In-Gefährte. Außerdem brechen sie noch einen weiteren Rekord.
Die Verkäufe des Nissan Leaf in Norwegen lassen nicht zu wünschen übrig. Foto: Nissan
Im weltweiten Kontext – und genauso im europäischen – steht Österreich beim Ausbau der Elektromobilität nicht so schlecht da. Das funktioniert aber nur, solange wir unseren Blick nicht nach Norwegen wenden. Dann bricht die Realität nämlich schnell über uns zusammen. Der Elektromobilitäts-Vorreiter hat nämlich 2018 eine weitere Latte übersprungen.

Knapp 50 % elektrisch
Fast die Hälfte der Neuanmeldungen in Norwegen war ein Fahrzeug mit Steckdose. In der Rechnung sind also reine Stromer und Plug-In-Hybrids gleichsam inkludiert. Wer es genau wissen will:

49,1 % der neuangemeldeten PKW in Norwegen waren E-Autos oder Plug-In-Hybrids. Reine E-Autos machten dabei 31,2 % und Plug-In-Hybrids 17,9 % des Gesamtmarktes aus. Die Gesamtverkäufe belaufen sich auf 46.092 und 26.546 Autos. Das ist zwar weniger als letztes Jahr, aber das hängt auch damit zusammen, dass generell weniger Autos verkauft wurden.

E-Auto an der Spitze
Damit belässt Norwegen es aber nicht. Nein, das nordische Land muss noch einen draufsetzen und dem Rest der Welt unter die Nase reiben, dass sie diese ganze Sache mit den E-Autos doch viel besser machen, als alle anderen. Denn erstmals war das meistverkaufte Modell in einem Land ein E-Auto.

12.300 Nissan Leaf verließen 2018 die Garagen von Autohäusern. Weit mehr, als es beim zweiten Platz – dem VW Golf – waren. Der verzeichne nur 9.900 neue Besitzer_innen. Auf Platz 3 landet übrigens schon wieder ein Stromer: der i3 von BMW.

Nun auf die Zahlen aus Österreich zu schauen, wird deprimierend. Der Anteil an Plug-Ins hierzulande belief sich letztes Jahr gerade einmal auf 2,5 %. In absoluten Zahlen macht 8.645 Autos, wovon aber mehr reine E-Autos (6.757) und weniger Plug-Ins (1.888) sind. Die meistverkauften PKW hierzulande? Der VW Golf, dichtgefolgt vom VW Polo. Ein E-Auto schafft es nicht einmal in die Top 20. (flb)

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