Bereits zum 9. Mal laden die Bundesministerien für Nachhaltigkeit und Tourismus sowie Verkehr, Innovation und Technologie wieder zum Fachkongress nach Wien ein.
Ute Teufelberger, Vorsitzende des BEÖ, sprach über nationales und internationales Roaming.
Dieses Jahr standen technologischen Entwicklungen am Nutzfahrzeugmarkt, auf Speichersysteme, auf der Infrastruktur und auf Multimodalität im Schwerpunkt. e:mobil war vor Ort.

Während im Eingangsfoyer des Radisson Blu Hotel Park Royal Palace sich eine Ausstellung von verschiedenen Instiutionen und Händler_innen im Bereich der E-Mobilität präsentierten, sprachen am Mittwoch, dem 30.1.2019, vierzehn Personen über ihre Kenntnisbereiche. Der erste Vortrags-Themenblock des Tages drehte sich um den Schwerpunkt der Rahmenbedingungen für die Zukunft der E-Mobiltität, im Anschluss gingen Ute Teufelberger, Michael Eibl und Günter Pauritsch im zweiten Block auf die nötige Infrastruktur ein. 
Auf der El-Motion wurden diverse E-Fahrzeuge im Bereich KMU und Gemeinden präsentiert.

Mission 2030
Günther Pauritsch von der Österreichsichen Energieagentur zeigte die Notwendigkeit des Einsatzes der E-Mobilität. Die Ziele der Mission 2030 setzen die Reduktion der THG Emission um 36 Prozent voraus. Das soll vor allem durch die Optimierung in den Bereichen Verkehr und Gebäude erreicht werden. Der CO2 Äquivalent des Jahres 2017 erreichte 23,7 Millionen Tonnen im Bereich Verkehr. Um die angestrebten Werte zu erreichen wäre es nötig, dass 2030 ca. 1 Million Elektro-Fahrzeuge unterwegs sind. Bei einer aktuellen Anzahl von 20.831 mit 30.1.2019 muss hier noch massiv aufgerüstet werden. Dementsprechend ist es auch notwendig die Ladestruktur auszubauen. 

Nationales Roaming
Ute Teufelberger, Vorsitzende des BEÖ, behandelte in ihrem Vortrag das Thema des nationalen und internationalen Roamings. 3000 der 5000 Ladestellen in Österreich sind inzwischen Mitglied des BEÖ. Damit bietet der BEÖ eine Sicherheit der Kosten für den Endkonsumenten bei jeder dieser Ladestationen unabhängig vom Betreiber sowie ein flächendeckendes Ladenetz. Mag. Ute Teufelberger zum Inlandsroaming: "Kunden sind froh, wenn sie wissen, dass egal an welcher Station sie laden, sie denselben Betrag bezahlen.

Die Aussteller präsentierten smarte Lösungen für Gemeinden und Kommunen. 

Im Vergleich führend
Aktuell gibt es in Österreich ca. 21.000 E-Autos. Im Infrastruktur-Vergleich Ladestation pro E-Auto ist Österreich mit 5000 Ladesäulen eines der führenden Länder Europas. Eines der Ziele des BEÖ bis 2020 ist es, das Ladenetz in Wien auf 1000 Ladestationen auszubauen. 

Heimladen muss vereinfacht werden
Ein weiterer kritischer Faktor stellt aktuell noch das Heimladen an. Um dies flächendeckend möglich zu machen, wäre eine Änderung im Wohnrecht nötig, die genehmigungsfreie Lade-Anlagen erlaubt. Dies fordert der BEÖ aktuell von der Regierung ein. Weiters müssen die Netze entsprechend der zukünftige Auflastung vorbereitet werden. 

Geschäftsmodell Ladeinfrastruktur Parkgargenbetreiber
Michael Eibl, Parkgaragenbetreiber von e-Carage, sieht Garagen nicht nur als Abstellplätze für Fahrzeuge, sondern als MobilitätsHUB. Pro Tag steht ein Auto bis zu 23 Stunden ohne sich zu bewegen. Er bietet in seinen Garagen deshalb die Möglichkeit in dieser Zeit E-Autos zu laden. Die Nachfrage steigt aktuell stark. Er sieht die Zukunft der E-Mobilität in der flächendeckenden Ladelösung und fordert: "Wir müssen weg von Micky-Maus-Lösungen und der einen Bürgermeistersäule in der Gemeinde, hin zu flächendeckenden Lösungen."
Für die 9. Fachtagung El-Motion sammelten sich viele Experten in Wien.

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